Jungsozialist_Innen und Grün-Alternativ_Innen lehnen den Antrag des RCDS zur Stipendienvergabe ab. Wir wollten, dass der AStA beschließt, dass bei der Stipendienvergabe nicht nur Noten zählen. Durch die Ablehnung scheint es nun so, als ob der AStA nur Leistungsstipendien wolle. Zur Begründung der Ablehnung lobten die Jungsozialist_Innen das Gesetz der Bundesregierung zum Deutschland-Stipendium und sagten, unser Antrag gebe nur das wieder, was bereits wasserdicht im Gesetz stehe. Das Gesetz ist dagegen alles andere als wasserdicht und lässt den Hochschulen (zu) viel Spielraum. Schade, dass ein eigentlich konsensfähiger Antrag mit 8 zu 6 Stimmen abgelehnt wurde und nun der AStA-Vorstand kein Mandat hat, die Vergabekriterien des Stipendiums aktiv mitzugestalten.
Stattdessen setzt sich der AStA-Vorstand aus Jungsozialist_Innen und Grün-Alternativ_Innen jetzt dafür ein, dass das „Studentenwerk“ in „Studierendenwerk“ umbenannt werden soll, da der Term „Studenten“ alle weiblichen Studenten diskriminiere. Wenn diese Forderung die Gremien passieren sollte, würde dies zu erheblichen Kosten führen, da nicht nur alle Logos im Schriftverkehr, an der (gerade neu umgebauten) Mensa und den weiteren Einrichtungen geändert, sondern jeder Mietvertrag und alle Grundbucheinträge sowie sonstige Verträge und Darlehen umgeschrieben werden müssten. In Hinblick auf diese Kosten, die in letzter Konsequenz durch erhöhte Mensapreise bzw. einen erhöhten Studentenwerksbeitrag kompensiert würden, lehnte der RCDS diesen Antrag ab. Es ist Symbolpolitik, die, auch nach Meinung unserer weiblichen Mitglieder, nicht den erforderlichen Nutzen aufweist.
Besonders erfreulich ist, dass die Jungsozialist_Innen einen Antrag zur Einführung einer „Reading-Week“ im Herbst-Wintersemester unterstützten, während sich die Grün-Alternativ_Innen enthielten. Es soll nun geprüft werden, ob um den 01.11.2011 zwei Brückentage gelegt werden können, sodass ein verlängertes Wochenende zum Aufarbeiten von Unistoff entsteht.
Insgesamt war es mal wieder eine lebhafte Sitzung des AStA. Die Vorfreude auf den nächsten Wahlkampf und damit auf die Chance die Mehrheit im AStA zu stellen (es fehlen nur 100 Wähler) steigt.

